Ein Ort des Schreckens, ein Ort des Aufbruchs – Besuch in der Gedenkstätte Bautzner Straße

Weitere Eindrücke gibt es in unserer Galerie.
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Weiße Wände, 3 x 4 m, oben stehen zwei Wachleute mit Maschinengewehr, den Blick zum Himmel versperrt ein gelbes Welldach – maximal eine Stunde täglich hatte ein Inhaftierter im Dresdner Stasi-Untersuchungsgefängnis diesen „Freigang“. Noch heute ist es in dieser Box zutiefst beklemmend, trotz offener Tür und ohne der Willkür in einem rechtlosen Raum ausgeliefert zu sein. Die CDU-Mitglieder aus Zschachwitz und Leuben/Laubegast überzeugten sich bei einem Rundgang am 4. Juni in der ehemaligen Dresdner Stasi-Zentrale mit seiner Untersuchungshaftanstalt davon, wie wichtig die Bewahrung solcher Erinnerungsorte ist. Das Bild der DDR darf nicht den Filmemachern und Nostalgikern überlassen werden. Gerade den jungen und künftigen Generationen können so bleibende Eindrücke an die Untaten des SED-Regimes vermittelt werden, so das Fazit des Abends.

 

Einen herzlichen Dank an Dr. Herbert Wagner, Vorsitzender des Trägervereins der Gedenkstätte, „Erkenntnis durch Erinnerung e.V.“, für die abendliche Führung und die bewegenden – im Zusammenhang mit der Besetzung der MfS-Bezirksverwaltung am 05. Dezember 1989 –, auch persönlichen Berichte. Nach der Zukunft der Gedenkstätte befragt, vertrat Dr. Wagner die Auffassung, dass diese noch größeres Entwicklungspotenzial besitzt, welches am besten in Trägerschaft der Stiftung Sächsischer Gedenkstätten erschlossen werden kann.