CDU Zschachwitz in der Christlichen Schule Dresden-Zschachwitz zu Gast

Das Ortsverbandstreffen am 16. November stand ganz im Zeichen der Freien Schulen und zu diesem Anlass trafen wir uns in der Christlichen Schule Dresden. Neben Christian Piwarz und Patrick Schreiber war Petra Schütze, die Vereinsvorsitzende des Schulvereins, zu Gast, um die Christliche Schule vorzustellen.

Die Christliche Schule Dresden entstand 2004 aus einer Elterninitiative, deren Mitglieder aus den christlichen Gemeinden stammten. Pädagogischer Ansatz ist die christliche Erziehung in den Schulalltag einfließen zu lassen und alle Kinder individuell zu fördern. Begonnen wurde mit der Gründung der Grundschule, auf die im Jahr 2007 die weiterführenden Schulen folgten. 2008 wurde das Schulgebäude in der Rathener Straße übernommen und, um den Schulbetrieb in dem Gebäude zu ermöglichen, durch den Verein instandgesetzt. Langfristiges Ziel ist es den Standort zum christlichen Schulzentrum auszubauen.

 

Die folgende Diskussion drehte sich um die Entscheidungen der Regierungskoalitionen hinsichtlich der Förderung der Freien Schulen. Dem Beschluss der Koalition nach soll der Fördersatz für neugegründete Schulen von 90 % auf 80 % gekürzt werden, sofern diese nicht die für öffentliche Schulen geltenden Mindestschülerzahlen vorweisen. Für bestehende bleibt der Fördersatz unverändert. Die Schuldgelderstattung bei bedürftigen Schülern bleibt für Schüler, die bereits eine Freie Schule besuchen, erhalten, wird jedoch ab dem kommenden Jahr für alle neuen Schüler gestrichen. Die Wartezeit für die Anerkennung, ab der die Fördermittel durch den Freistaat gezahlt werden, wurde von drei auf vier Jahren erhöht.

 

In Bezug auf die Christliche Schule äußerte sich Stefan Rother (Schatzmeister) dahingehend, dass man mit der neuen Förderregelung durchaus zurechtkommen kann. Angemerkt wurde dabei, dass die Lehrergehälter lediglich bei 82 % der TV-L-Gehälter liegen.

Das Schulgeld beträgt an der Christlichen Schule 98 € für das 1., 88 € für das 2. und 78 € für das 3. Kind an der Schule. Der Anteil der Schüler, für die vom Freistaat eine Schulgelderstattung an den Schulträger gezahlt wird, liegt zwischen 15-20 %. Die Klassenstärken belaufen sich auf derzeit max 27 Schüler (geplant: max. 25 Schüler). In der Grundschule liegen die Klassenstärken im Schnitt bei 20 Schülern. In Bezug auf die geplanten Änderungen äußerte Patrick Schreiber, dass es nicht darum gehe, bestehende Freie Schulen einzuschränken, sondern die hohe Zahl an Neugründungen im ländlichen Raum zu verhindern. Es müsse in der Diskussion klar zwischen den Freien Schulen in Leipzig und Dresden, „die durch pädagogisch alternative Konzepte die Schullandschaft bereichern“, und den ländlichen Freien Schulen, deren Zweck sich meist im Erhalt der Dorfschule erschöpft, unterschieden werden. Abschließend bemerkte Schreiber, dass die Freien Schulen die staatlichen Schulen ergänzen und sich mit ihren alternativen Konzeptionen auch positiv auf diese auswirken.

 

Abschließend informierte Christian Piwarz über die Beratungen im Landtag. So sieht der neue Haushalt aufgrund der sinkenden Einnahmen eine Gesamtkürzung von 10 % auf 15,5 Mrd. € vor. Mit dieser Kürzung sei jedoch ein Niveau erreicht, auf welchem der Haushalt die nächsten 10 Jahre stabil bleiben kann. Ziel der Haushaltspolitik sei es, die Investitionsquote weiterhin hoch zu halten, zugleich keine neuen Schulden aufzubauen und angehäufte Schulden der Vergangenheit zu verringern.

 

Die neue Regelung für die Ladenöffnungszeiten sieht mögliche Öffnungszeiten für Montag bis Samstag von 6 - 22 Uhr, vier stadtweite Sonntage, von denen maximal zwei in der Adventszeit liegen dürfen, sowie die lokale Öffnung aus ortsspezifischem Anlass (8 mal jährlich pro Kommune).